Das erste Spiel der Kreisklasse war für Tommi S. und seine Mannschaft richtig gut gelaufen.
Jetzt stand er mit mehreren Kameraden unter der Dusche, als er plötzlich ein Brennen am Rücken und an der Rückseite seiner Beine spürte.
Kaum dass er einen Sportkameraden gebeten hatte, zu schauen, ob „irgendwas mit seinem Rücken wäre“, klagten auch schon weitere Spieler über brennende Schmerzen an Beinen, Brust und Armen. Irgendwie schien das Wasser der Dusche die Verletzungen, die sich nach und nach in starker Rötung der Haut zeigten, zu verschlimmern. Bei einigen Spielern war die Haut regelrecht bis aufs Fleisch verätzt.
Die Ursache war schnell gefunden.
Bei den Spielen der Jugendmannschaften waren in diesem Fall die Mannschaften selbst für die Markierungsarbeiten zuständig. Da von den vorherigen Spielen nicht mehr ausreichend Kreide auf dem Sportplatz lag, ordnete der Schiedsrichter ein schnelles „Nachkreiden“ an.
Wie es der Teufel wollte, war im Kreideraum keine Markierungskreide mehr, so dass schnelle Hilfe angesagt war. Der anwesende Vater von Tommis Freund Carsten erklärte sich bereit, mal eben zum nächsten Baumarkt zu fahren, um Kreide zu besorgen. Gesagt, getan. Und weil es sich bei dem Vater weder um ein Vereinsmitglied, noch um eine irgendwie geschulte Person handelte, griff er in seiner Unwissenheit zu ungelöschtem Kalk.
Ungelöschter Kalk reagiert in Verbindung mit Feuchtigkeit wie z.B. Regen, Wasser oder Schweiß. (Bitte lesen Sie hierzu auch den Artikel: „Die ARAG Sportversicherung informiert: Vorsicht im Umgang mit ungelöschtem Kalk“.)
Die Spieler waren wohl während des Spiels mit dem Kalk in Berührung gekommen. Im Anschluss an das Spiel machten sich die Folgen unter der Dusche erst richtig bemerkbar.
Weil Carstens Vater in diesem Fall als Helfer für den Platzverein agierte, musste dieser sich das fahrlässige Verschulden anrechnen lassen.
Gut, dass als Haftpflichtversicherer hinter dem Verein die ARAG Sportversicherung steht. Sie regulierte Behandlungskosten der Krankenkassen, Schmerzensgeld und zusätzliche Aufwendungen der betroffenen Sportler schnell und unbürokratisch.
Wer einmal eine solche Verletzung erlitten hat, wird ganz sicher bei der Platzmarkierung auf die richtige Substanz achten. Alle anderen sollten es auch ohne diese bittere Erfahrung tun.
*Namen von der Redaktion geändert
ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG